FRIEDHOF KÖNIGSREIHE

Friedhof Königsreihe
1637 unterstand das adelige Gut Wandsbek einem Pächter, dem Obristen Bernd von Hagen. Er setzte die Konzession für die Anlage des Friedhofs auf, auf Anraten und Ersuchen der Juden, wie er schrieb. Darin enthalten waren Rechte...,

· Tote aus der Stadt (gemeint war Hamburg) und von „fremden“ Orten zu begraben (z.B. Landjuden aus Regionen der Umgebung oder Durchreisende).
· Beschneidungen vorzunehmen.
· Gebete abzuhalten, also den Gottesdienst durchzuführen
(ein Betsaal existierte unweit des Friedhofs).

.... und Pflichten:
· Gebühren, sogen. Schutzgelder zu zahlen für Begräbnisse und Beschneidungen, also bei Todesfällen oder Geburten:

Nutznießer des Privilegs waren
· die jüdischen Gemeindemitglieder, denen Religionsausübung und ein sicherer Aufenthalt nun garantiert waren, und
· die Gutsherren, die über zusätzliche Einnahmen verfügen konnten.

Der Friedhof lag an der Straße Langereihe (damalige Schreibweise), die in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg in Königsreihe umbenannt wurde.
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Literatur zu den Seiten Friedhof Königsreihe:
- Naftali Bar-Giora Bamberger, Memor-Buch Die jüdischen Friedhöfe in Wandsbek, Hamburg 1997
- Astrid Louven, Die Juden in Wandsbek, Hamburg 1989/91
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Das Wandsbeker Herrenhaus des Heinrich Rantzau von Westen, Holzschnitt von 1591